May 16

Das Ende einer Reise – Teil 7 – 16.05.2013 :: Das Ende aller Dinge

Ich schrieb bereits vor einigen Blogs über die Schwierigkeiten, einer Mystery-Serie, ein Ende zu finden und das es nur Enttäuschen kann. Im Falle von Another World habe ich bereits nach Fertigstellung von Skript 2 “Der Lange Weg” die letzte Szene geschrieben und sie ist mit wenigen Änderungen und Ergänzungen auch ins finale Skript eingegangen.

So konnte ich von Anfang an auf dieses Finale hinschreiben. Dabei war in Episode 5 eine zusätzliche Herausforderung, Elemente aus allen 5 Teilen mit hineinzubringen, um die Geschichte rund um die Überlebenden der 9 Astronauten zu einem anständigen Abschluss zu bringen. Ob das Gelungen ist, werden die ersten Feedback-Leser mir am Ende sagen und ganz am Ende alle Hörer da draußen. (1-2 Bearbeitungsläufe wird es sicher noch geben…)

Während der letzten drei Kapitel hat mich ein ganz bestimmtes Musikstück begleitet: “Almost Martyrs” aus dem Soundtrack “Das Leben des David Gale”, den ich vor einigen Monaten im Trailer zum Film “the Artist” wiederentdeckt habe. Ein sehr patosschweres und emotionales Werk. Aber es beschreibt auf perfekte Art, wie ich mich am Ende der Reise gefühlt habe. Und diese Stimmung wird auch von der Geschichte aufgesogen, denn am Schluß steht die Wahrheit und alles fällt auf die Übrigen zurück. Ich möchte an dieser Stelle nicht zuviel Spoilern, aber hier ein Link zum passenden Stück zum mitfühlen…

Musiklink zu Spotify: The Academy Studio Orchestra – Almost Martyrs – Music from the Motion Picture “The Life of Davis Gale”

Wer daran interessiert ist, welche Musik mich beim Schreiben – auf dem langen Weg begleitet hat, findet dazu passend auch eine Playliste auf Spotify, die Euch Euch sehr ans Herz legen möchte:

Musiklink zu Spotify: AnotherWorld 5 Inspiration

Another World 5 bietet etwas weniger Aktion als Episode 3 & 4. Das liegt vor allem an den zwei unterschiedlichen Zeitebenen, die gegeneinander laufen und viele emotionale Charaktermomente aufgreifen. Meine persönliche Herausforderung bestand dann am Ende auch, die Charaktere 13 Jahre in die Zukunft zu schicken: Wie haben sie die Charaktere weiterentwickelt, was haben sie in dieser Zeit getrieben… sicherlich einer der Punkte, an denen ich bei der Nachbearbeitung noch weiter feilen werden muss, denn an vielen Stellen stellt es sich als schwierig heraus, die Motivationen klar darzustellen. Warum handelt ein Charakter jetzt auf einmal so. Ich bin dabei sehr froh, das wir einen Erzähler haben, der in die Köpfe der einzelnen Figuren schauen kann und so mir die Arbeit ein wenig leichter macht. Besser ist es natürlich immer, wenn die Charaktere sich durch ihre Handlungen definieren und nicht nur durch mehr oder weniger leere Worthülsen.

Und wie auch in den Vorangegangenen Folgen gab es einen Twist, der mich selbst überrascht hat, denn meine Charaktere haben die Eigenheit, beim Schreiben ein Eigenleben zu entwickeln. Und plötzlich tun sie Dinge, die ich nie geplant oder vorgedacht hatte und dann muss ich mich aus den Situationen wieder rausschreiben.

Ich fühle mich im Moment so leer, aber auch sehr erleichtert… und ich hoffe auf das Beste! Geradeaus und dann bis zum Morgengrauen, direkter Kurs…

Euer Falk




Posted May 16, 2013 by Falk T. Puschmann in category "schreibstube

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Audiophiler Freund des Phantastischen, Schreiberling von Hörspiel-Skripten, Bewahrer von Online-Games und the ultimate scum of the universe!

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