April 15

Ein PreQuell für ein PreQuell: StarTrek Countdown (Achtung enthält mögliche Spoiler)

Für Hardcore-Trekkies, die schon vor dem offiziellen Start vom neuen Kinokapitel StarTrek wissen wollen, wie ein alternder Spock in die TOS Welt passen soll, gibt es seit einer Weile das Comic StarTrek Countdown, das die Lücke zwischen dem unseeligen StarTrek: Nemesis und dem neuen Abenteuer schließen soll.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, genau aus diesem Grund einen Bogen um den Comic zu machen, allerdings entdeckte ich beim Stöbern durch den Apple App-Store, die Digitale Ausgabe in 4 Teilen für mein Ipod. Eine 4mal 97 cent investition und einem kurzen Download (4MB pro Kapitel) später, schlug ich meine Fangzähne in den Stoff…ach ja, Englisch-Kenntnisse vorausgesetzt, den die App ist nicht mehr als eine etwas konfortable Bildergalerie, die Panel für Panel des Comics aneinanderreiht.

…und muss sagen, dass ich mich zwar nett unterhalten gefüllt und von einem leichten nostalgischen Schauer überzogen fühlte, das Comic aber deutlich vor dem neuen Kinofilm spoilert, und eigentlich wirklich nur überzeugten Fans ans Herz gelegt werden kann.

Gut, ich persönlich empfand Countdown ein würdigereren Abgesang auf die TNG und die Mannen um den Picard, aber eigentlich wird schon sehr früh im Comic (oder wie man das heute gern nennt Graphic Novel) klar, in welche Richtung die Reise geht.

Eingeführt wird Nero, der neue Superschurke, der mit ansehen muss, wie Frau, Familie und Heimat in flammen aufgeht. Es kommt wie es kommen muss und ein alternder Spock wird samt des neuen Megaschurken in ein Schwarzes Loch in die Vergangenheit gesogen, was der Trailer schon angedeutet hat (Nero:”James T. Kirk was a great man, but that was another life”).

Ich, der sich von einem StarTrek Film am liebsten unterhalten lässt, wird sich beim neuen Film sicher auch gut amüsieren. Gestandene Trek-Veteranen mögen stöhnen, nicht noch ein unlogisches Zeitreise Abenteuer, aber das gross des Kinopublikums, dem die Hintergrundgeschichte egal und StarTrek nur ein abstrakter Begriff ist, sollte mit dem Ergebnis zufrieden sein… großes Popkorn Kino… nun ja… soviel zur Kristallkugel… Details gibts nach der Pressevorführung 🙂

Langes Leben und Frieden!

Euer Falk

April 13

Innovative Ansätze im klassischen StoryTelling… 1001er Nacht bis Cloverfield

Hach so einen toll verqueren unsinnssatz wollte ich schon immer mal in einen Blog schreiben. Was allerdings stimmt ist, das ich einmal mehr über das Geschichtenerzählen philosophieren möchte, bzw. die Erfahrungen die ich sammeln konnte, während ich das Skript für ein Hörspielprojekt ausformuliert habe.

Es geht um Echtzeit-Elemente und ihren Einsatz im Hörspiel. Zusätzlich dazu habe ich in den letzten Tagen ein anderes Hörspiel namens “Mittschnitt” gehört und etwas analysiert.

Die größte Schwierigkeit, ein Tondokument “echt” klingen zu lassen, ist die Erzählform. Einerseits muss die Geschichte durch Dialoge und Geräusche erzählt werden. Da gibt es keinen Erzähler, der für den Hörer Hilfestellungen geben kann. Die Handung muss Abwechslungsreich genug und fesselnd sein, genug Fragen aufwerfen und genug beantworten… gerade die Ballance ist wichtig. Beim “Mittschnitt” (ich beziehe mich auf Folge 2 und 3) stimmen Produktion und Sprecher. Leider habe ich bei der Dramaturgie etwas vermisst.

Nehmen wir den Fall der Entführung. Da wird zuviel im Kreis geredet, von Anfang bis Ende. Ja er wars, nein er wars nicht, ja er wars… am Ende steht das Unvermeintliche, die Bestrafung.

Besser baut sich die Stalker Episode auf, wobei der Stoff etwa bei Minute 20 beginnt etwas dröge zu werden. Wenn ich bei einem Hörspiel das Bedürfnis entwickele vorzuspuhlen, dann läuft etwas falsch.

Klar schwingen da jetzt mein persönlicher Gusto mit, für mich hätten beide 60 Minuten Episoden gern nur 30 lang sein können und hätten mich besser unterhalten. So zieht es sich in der Mitte immer, während es sich um das unvermeitliche dreht…

Mein persönlicher Ansatz lag darin – ähnlich wie es Filme wie Cloverfield vorgemacht haben – viel Action einzusetzen, um den Zuhörer lange bei der Stange zu halten. Wenn er dann denkt in einem reinen Action Vehikel zu sitzen, tröpfelt langsam die Story ein, die in einem – wie ich meine – nicht vorhersehbaren Ende gipfelt.

Auch müssen die beiden Kontrahenten – denn so ein Echtzeithörspiel ist oft ein Dialog – gegenseitig eine Reise machen, der eine um den Sinn seiner Mission zu erkennen, der andere seinen größten Fehler.

Ist das die bessere Kombination? Wir werden es wohl diesen Sommer erleben ^^

In diesem Sinne,

Euer Falk