January 30

In Eigener Sache: Projektunterstützung

Die MindCrusher Studios brauchen Dich, denn Deine Stimme zählt! Dir hat “Another World” (Der Grund für viele Durchschriebene Nächte 😉 ) oder eines unserer anderen Mindcrusher Hörspiele gefallen? Dann wähle für uns beim Hörspiel-Award 2008! Votes werden bis 15. Februar angenommen.

Mitmachen wird belohnt: Jeder Abstimmende hat die Chance auf einen der zahlreichen Preise!
Wie geht das?

1. Gehe auf http://www.hoerspiele.de/award2008/vote … d101dm.asp
2. Fülle Deine Daten inkl. gültiger E-Mail Adresse ein (Diese sind auch für das gekoppelte Gewinnspiel relevant, bzw. müssen ausgefüllt sein, damit die Stimme zählt)
3. Fülle den Wahlbogen aus! Da die Grundvoraussetzung zur Teilnahme an der Wahl die Abstimmung in mindestens 10 Kategorien ist, haben wir Dir ein paar Vorschläge für andere Kategorien beigefügt: Es handelt sich um befreundete Projekte, die es verdient haben – Stimmenthaltungen darüber hinaus sind möglich!

Wahlempfehlungen

Bestes Gratis!-Hörspiel
Another World (MindCrusher Studios)

Bester Sprecher in einer Hauptrolle 2008
Carsten Wilhelm (als ”James W. Dawson” in Another World)

Bester Hörspiel-Musiker 2008
Markus Holler (MindCrusher Studios)

Bestes Hörspiellabel 2008
MindCrusher Studios

Beste Nebenrolle (männlich) 2008
Ralf Pappers (u.a. ”Ben Joseph” in Another World)

Beste Regie 2008
Ralf Pappers (Another World)
Vorschläge für befreundete Projekte

Beste Serie 2008 (Erwachsene)
Mark Brandis (Interplanar)

Beste Serie 2008 (Kinder/Jugendliche)
Dodo (Lauscherlounge)

Bestes Einzelhörspiel 2008 (Erwachsene)
Der Klabauterkrieg (Lübbe)

Beste Serienfolge 2008 (Erwachsene)
Drizzt – 08 – Die verschlungenen Pfade (Lausch)

Beste Serienfolge 2008 (Kinder/Jugendliche)
Takimo – 12 – Usambara (Polaris)

Bestes Radio-Hörspiel 2008
Cassandras Run – 05 – Scanesis

Beste Lesung 2008
Hölle (Lauscherlounge)

Bestes Hörspiel-Downloadportal
www.hoerspielprojekt.de

Wir danken Euch schon allen für rege Unterstützung!

Euer Falk

January 20

On Writing on…

Schreiben ist wie eine Reise auf der Suche nach einer individuellen Wahrheit, so kommt es mir zumindest vor. Ich weiß wo ich anfangen muss, ich weiß wo ich hin will, aber das dazwischen, ist meistens – Chaos-Theorie sei Dank – völlig unklar. Gut, inzwischen nötige ich mich dazu, meiner Geschichte vorab eine gewisse Struktur zu geben. Das ist vor allem dann recht hilfreich, wenn ich einen bestimmten Umfang erreichen will oder muss.

So darf sich der geneigte Leser freuen, das jeder Hörspiel-Episode, die ich von Another World schreibe nicht länger als ca. 55 Minuten ist. Warum 55 Minuten? Das ist das Format neu-amerikanischer Charakter-Drama-Serials, dessen Stil ich für Another World adaptiert habe.

Ausgangspunkt ist ein dramatisches Ereignis: Die 12 Kolonien der Menschen werden angegriffen, Das Flugzeug stürzt ab, der Protagonist entdeckt, dass er plötzlich fliegen kann oder die Forschungsgruppe muss nach der Reise durch ein “Tor zu den Sternen” feststellen, dass der Weg nach Hause blockiert ist.

Für Another World diente ein Traum als grobe Marschrichtung für den roten Faden, die Startsituation war eine spontane Eingebung und schuf den Rahmen, denn von der Ausgangssituation – in diesem Fall: Irgendetwas passiert mit der Erde und eine Gruppe Astronauten ist auf sich allein gestellt – kommen wir zum nächsten Merkmal einer neu-amerikanischen Charakter-Drama-Serial: den Charakteren!

Man nehme eine dramatische Ausgangsbasis, schmeiße mitten hinein eine Gruppe der verschiedensten Stereotypen und dann geht es daran, deren Abgründe zu erforschen.

Das schönste Beispiel dieser beliebten Formel ist die Mystery-Inselkoller-Serie ‘Lost’, die sich neben der Rahmenhandlung mit rotem Faden Woche für Woche ein weiteres Mitglied herauspickt und ihn zu einem Seelenstriptease nötigt.

Da ist der Arme Rollstuhlfahrer, der verbittert an der Welt zu verzweifelt droht und jedem ein trotziges “Sage Du mir nicht, was ich tun kann!” entgegenschmettert. Auf einmal kann er wieder Laufen und Mutiert zu einer Mischung aus Macgyver, Rambo und noch ein paar Artverwandten Helden. Zug um Zug erfährt man dann wer dieser Mann vorher war, dass sein leiblicher Vater – ein übler Betrüger – ihn nicht nur um seine Niere, sondern ihn auch in den Rollstuhl gebracht hat. Man erfährt von seiner Vergangenheit, in der er sich immer wieder nach einem Bezugspunkt gesehnt hat, den er in einem Mysteriösen Ort gefunden zu haben scheint.

Eine ähnliche – wenn auch nicht ganz so komplexe Reise, ließ ich meine Astronauten in Another World ebenfalls beschreiten.

Der Captain, ein augenscheinlich immer korrekter und allwissender Anführer, der durch die Ereignisse – u.a. den Tod der Frau oder die Entführung seiner Tochter im Mark erschüttert wird.

Sein bester Freund, der ihm bis ans Ende des Universums folgen würde, und der als Nexus die Gruppe zusammen halten sucht.

Der Bastler, der durch die initalen Geschehnisse sein Augenlicht verliert, was ihn verkrüppelt und hilflos macht und eine tiefe Wunde aufreißt, die er lieber vergessen hätte. Erst nachdem er sich seiner Vergangenheit gestellt und den Tag gerettet hat steht die Erlösung.

Der Verschwörungstheorethiker, der sich mehr und mehr zur Stütze des Bastlers entwickelt hat, auch wenn beide sich vorher nicht hatten riechen können.

Die berechnende Zicke, die unter der Haut menschlicher ist, als man es glauben mag, und nach neuausrichtung ihres inneren Kompasses strebt.

Der ehemalige Wunderarzt, der an selbstgesteckten Zielen zerbrochen ist und seine Frau mit in den Abgrund gerissen hat.

Der Reporter, der nach der einen Wahrheit sucht, die ihn am Ende in den Wahnsinn treibt.

Und das Mädchen, die als erster im Weltraum gezeugter Mensch ein Bindeglied eines intergalactischen Puzzles ist, dessen Ausmaße sie nur erahnen kann.

Sie sind 8 Menschen, die Überlebt haben und zu sich selbst finden müssen und in einer verfremdeten Welt neue Realitäten erforschen müssen.

Naja, so oder so ähnlich entwickelt sich das Ganze und dabei besteht natürlich die Kunst, immer neue Fragen aufzuwerfen, von denen man dann am Ende allerdings den Löwenanteil aufgelöst haben sollte.

Ob es gefällt muss am Ende das Publikum entscheiden und 2009 soll die Reihe abgeschlossen werden. Die Welt hält den Atem an 🙂