October 11

Sinking Island – Ein guter Ansatz versenkt

Das Adventurespiel hats dieser Tage nicht leicht. Lang ist die Zeit von Perlen wie “Maniac Mansion” und “SpaceQuest” vorbei. Heute, in der Zeit von epischen Multiplayer Shootern oder schicken voll skalierbaren Strategiefegern, nimmt das Adventure nur noch eine Nischenplatz ein. Adventures die punkten wollen, müssen entweder mit Shooterelementen gekreuzt werden, oder durch Story und Atmosphäre punkten. Ein Spiel, das genau letzteres versucht ist “Sinking Island” aus dem Hause Daedalic/Xider.

Zum Inhalt: Was für Ermittler Jack Norm als Routineuntersuchung eines Unfalls auf einer kleinen, malerischen Malediveninsel beginnt. Entpuppt sich schnell als verwobenes Mordkomplott. Wer hat den Reichen Hotelmagnaten Walter Jones auf dem Gewissen? Am Ende stehen zehn Verdächtige, die es zu verhören und mittels gesammelten Beweisen zu überführen gilt…

Zum Spiel: “Sinking Island” ist ein klassisches Mördermystery in exotischer Kulisse. Neu dabei ist ein ausgeklügeltes Ermittlungstool, mit dem alle vorliegenden Aussagen, Indizien und Fakten geprüft, verknüpft und zu einer Beweiskette zusammengesetzt werden können. Der Rest des Spiels gestaltet sich in Adventuretypischer Point&Click-Manie. Dabei bewegt sich die Spielfigur allerdings recht hölzern durch dafür um so detailreichere Insellandschaften. Dir künstlerische Leitung des Projekts verantwortete Benoit Sokal, den viele sicher noch von den erfolgreichen beiden Siberia-Abenteuern im Gedächtnis haben werden. Allerdings gehört zu einem guten Spiel neben schicker Grafik auch das Gameplay und das Interface mit dazu, und hier versagt “Sinking Island” leider auf fast der ganzen Linie. Es sind viele Kleinigkeiten, die allerdings die Langzeitmotivation und den Spielspass recht schnell abtöten und am Ende ist es mehr ein Gedulds- als ein Kriminalspiel. So sind ist die Insel und das gigantische Hotel sehr schön anzusehen und die Hintergrundmusik von Christophe Jaquelin stimmig, aber das sture Navigieren durch Dialoge, die man einfach nur durchklicken könnte, wenn sie sich abbrechen ließen, macht den guten Eindruck wieder zu Nichte. Auch die langen Strecken von Punkt a.) nach Punkt b.) hätten mittels Kartenfunktion einfach beheben können. Da macht auch das raffinierteste Spurenanalysetool die Kuh nicht mehr fett. Und dafür ist die erzählte Geschichte nicht annähernd spannend genug erzählt.

Fazit: Am Ende bleibt ein sehr guter Ansatz, der allerdings von vielen Unstimmigkeiten überschattet wird. Eine Kartenfunktion, die Möglichkeit Dialoge abzukürzen, bzw. noch besser, diese Interaktiver zu gestalten hätten dem Titel gut getan. So bleibt am Ende nur eine schöne Atmosphäre, die dafür überzeugt. Wer Krimis mag, über eine Engelsgeduld verfügt und über überdurchschnittlich viel Zeit verfügt kann aber durchaus einmal anspielen.

October 11

Danger Part 0 – Neue “TwilightZone”-Hörspielvariante

Zu aller erst: Ich finde die Reihe an sich sehr gut, wobei ich mit dem nicht unbedingt aussagekräftigen Titel “Danger” und der Merkwürdigen Zählweise nicht anfreunden kann 😉 bei Serien ist die 0te Folge meistens die Pilotepisode, die man den Sender vorgestellt hat, um grünes Licht für eine Serie zu bekommen. In dem Fall und dafür finde ich die Folge gut. Allerdings finde erreicht sie kaum das Niveau einer durchschnittlichen Folge der inhaltlich ähnlichen TV-Serie “the outer limits”.

Meine Kritikpunkte im Detail:

Die Story: Ein Uhrmacher im Bann eines Artefakts. Okay, nicht unbedingt orginell, aber sicherlich ein netter Mysterystoff.

Die Länge: Prinzipiell nichts aussetzen ein 120 minütiges Hörspielfeature zu produzieren, allerdings sollte die Story das auch rechtfertigen… es gibt leider viel zu viele Längen und dafür ist die Story leider nicht interessant genug. Gerade die Auflösung am Ende wird durch vorangegangene Anspielungen bereits Vorweg genommen, was ich schade fand. Immerhin hat man aus der Vergangenheit gelernt und Folge 2 trotz ähnlicher Länge wesentlich spannender gestaltet.

Die Sprecher: Machen einen guten Job, nur der Kommisar gefiel mir persönlich nicht, weil ich die Stimme zu sehr aus vielen Dokumentationen im Ohr hatte. Im weiteren Verlauf der Reihe – und das war mein erstes Maritim Hörspiel seit sicher 10 Jahren – hört man leider immer die selben Stimmen. Ich weiß, dass Kostengründe dahinter stecken, hätte mir aber ein wenig mehr Gastsprecher gewünscht.

Der Sound: Gut, nachdem es hier um eine Mystery-Crime-Story geht, brauchen wir nicht mit einer epochalen Effektschlacht zu rechnen. Das Ambiente ist in sich stimmig und gefällt.

Mein Fazit: Für mich ist “Danger Part 0” ein vielversprechender Einstieg und hat durchaus Potential. Schon Part 1 finde ich steigert sich um 100%, von daher bekommt diese Folge eine 3+ für den guten Ansatz. Vor allem weil ich mir mehr Einzelhörspiele dieser Art wünschen würde. Ich werde auf jeden Fall weiterhören 😉

October 11

beneathamindseye.com ein neuer Anfang…

Hallo Leuts,

da bin ich wieder… nach mehreren Anläufen starte ich hier einen neuen Blog. Ziel ist es, dorthin zu gehen, wo noch nie ein Blog zuvor gewesen ist… okay, ein wenig hoch gegriffen, aber ich brauchte dringend wieder ein Forum, um meine mehr oder minder qualifizierten Meinungen zu dokumentieren 😉

Ein Egotrip? Mhh, vielleicht? Und dennoch denke ich, ein wenig was sagen zu können ;-). Abgesehen davon, dass ich dringend wieder ein wenig mehr Schreibpraxis sammeln möchte…

Und nachdem ich nicht unbedingt unter völligem Auschluß der Öffentlichkeit kommunizieren möchte, freue ich mich jederzeit um Konstruktives Feedback… und nachdem ich gesehen habe, dass fleißig in meiner ein jährigen Abwesenheit bewertet wurde … 😉

Ist auf jeden Fall wieder schön hier zu sein und viel Spaß allen Besuchern beim Lesen 🙂

Falk T. Puschmann

P.S.: Alternativ werde ich weiterhin in meinem persönlichen MySpace auf Englisch weiterbloggen 😉 Besucht mich doch mal dort!